Fuji X100

Letzten Herbst hatte ich die fixe Idee, dass ich eine kleinere Kamera bräuchte.
Die DSLR immer beim spazieren gehen dabei haben war mir zu mühsam. Zu groß, zu schwer.
Also machte ich mich schlau, was für eine Kamera denn in Frage kommen könnte.

Zugegeben ich hab mich recht schnell für eine Fuji Kamera entschieden, da ich die X10 schon ein/zwei mal beim lokalen Elektronik Markt in der Hand hatte.
Ich fand das Design toll, den Sucher, die Drehrädchen. Fast so wie bei der alten SLR meines Vaters.

Allerdings wollte ich die Aufnahmeparameter auch im Sucher angezeigt bekommen. Also hätte ich die X20 nehmen müssen.
Als ich jedoch las, dass die X100 einen APS-C großen Sensor hat (also die gleiche Sensorgröße wie meine DSLRs) war ich angefixt.
Stundenlange YouTube Sessions voller Testvideos waren die Folge. Auch beschäftigte ich mich mit dem Thema Street-Fotografie. Las die E-Books von Thomas Leuthard und war sehr angetan von dem Gedanke mit reduzierten Mitteln zu fotografieren.

Eine Kamera. Ein Objektiv. Kein Zoom. Kein Stativ. Keine schwere Kameratasche.

Klar hätte ich das auch mit einer Spiegelreflex haben können. Aber wider die Vernunft siegte der "haben will" Faktor.
Bei einem Foto-Fachhändler gab ich meine "alte" EOS 450D und meine Teleobjektiv in Zahlung und nahm dafür die X100 mit. (Falls sich einer fragt: "Warum nicht die X100s?" - da kann ich nur drauf antworten: zu teuer :-/ )

Je mehr ich mit der X100 fotografierte, desto befreiter fühlte ich mich.
Fotografieren mit ihr ist anders. Unbeschwerter. Im wahrsten Sinne des Wortes.


Die ersten Fotos begeisterten mich sofort. Die Linse ist selbst bei Offenblende (f2) sehr scharf und auch bei ISO 1600 hält sich das Bildrauschen in Grenzen.
Die Linse vignettiert und verzerrt ein wenig, was aber z.B. in Lightroom ganz leicht korrigiert werden kann.
Der Auto-Fokus ist teilweise ein kleines Arschloch. Speziell im dunkeln oder bei kontrastarmen Motiven kann er schwer scharf stellen. Wobei mit dem Firmware-Update auf Ver. 2.01 ist der Fokus zuverlässiger/besser geworden - ein Update ist also empfehlenswert. Trotzdem: Wer hauptsächlich Sport/Tiere/Kinder mit der X100 fotografieren will, sollte einen großen Packen Geduld mitbringen oder sich eine andere Kamera zulegen.
Die X100 ist halt eine (sexy) Diva...

Die Blende wird an einem Blendenring am Objektiv eingestellt. Einstellungen erfolgen in vollen Blendenstufen von f2 bis f16. Drittel-Blendenstufen kann man über ein Rädchen auf der Rückseite der Kamera einstellen. Auch die Belichtungszeit wir über ein Rädchen an der Oberseite der Kamera eingestellt. Ebenfalls auf der Oberseite der Kamera befindet sich noch ein Rädchen zur Belichtungskorrektur und eine Fn Taste (ist bei mir mit der Einstellung für die ISO belegt)

Den Sucher kann man zwischen optischem (= OVF = optical view finder) und elektronischem Sucher (= EVF = electronical view finder) umschalten. Bei beiden kann man sich mehrere Informationen einblenden lassen (Histogramm, Belichtungszeit, Blende, ISO, Akku Zustand, verbleibende Bilder, Gitterlinien etc.) Je nach gewählter Filmsimulation (Astia, Velvia, Schwarz/Weiß) wird diese auch im EVF als Live-Bild angezeigt. Auch wird im EVF das Bild so angezeigt, wie es nachher auf dem Display zu sehen ist. Allerdings verbraucht der EVF mehr Strom, was sich negativ auf die Akku-Laufzeit auswirkt.
Beim OVF hingegen kommt es baulich bedingt zu einer optischen Verzerrung. Heisst: der Bildausschnitt den man im OVF sieht stimmt nicht 100%ig mit dem realen Bildausschnitt den der Sensor "sieht" über ein. Teilweise wechsle ich dann kurz zwischen OVF und EVF, damit ich sehe wie das Bild nachher aussieht.

Soviel zu den Daten und Fakten.

Falls ihr noch Fragen habt, schreibt sie einfach unten in die Kommentare.












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